Seit seinen ersten Beiträgen wendet sich Brömmling gegen Preise, Posten und Privilegien für Personen, die als bezahlte Führungskräfte das Werk eines Stifters weiterführen, selbst aber nicht Stifter sind. Die stiftungsethische Debatte hat in Deutschland gerade erst begonnen. Zu den Felder, die stiftungsethisch schwierig sind, gehört auch die Vermischung von Verantwortung als Funktionsträger des Staates mit Führungspositionen der Zivilgesellschaft. Der Journalist Christian Füller ist am Wochenende solch einem Fall auf den Grund gegangen und hat Brömmling dazu befragt. Nicht viele waren bereit, die an vielen Stellen schwelende Kritik offen zu äußern. Brömmling erklärte gegenüber Christian Füller im Gespräch: „Ich habe meine Probleme mit solchen Doppelzuständigkeiten. Als Spitzenbeamter zugleich eine private Stiftung zu leiten, ist mit der Idee von Stiftungen, die zwar nicht gegen, auf jeden Fall aber unabhängig vom Staat und seiner Verwaltung für die Gesellschaft wirken wollen, eigentlich nicht vereinbar. Stiftungen betonen stets, Teil der Zivilgesellschaft zu sein. Und die hat eigene, andere Aufgaben und Wirkungsmechanismen als Staat und Wirtschaft. Unsere Gesellschaft lebt vom Zusammenwirken aller drei Felder. Aber wir dürfen das, gerade auf oberster Ebene, personell nicht vermischen.“
Den Artikel in der Welt am Sonntag unter dem Titel „Scheitert Deutschlands Flüchtlingsmanager an Überlast?“ finden Sie auf den Seiten der Welt am Sonntag oder hier verlinkt.
Kritische Position zu Postenhäufung im Stiftungswesen
29. Februar 2016
