Am Donnerstag, 13. März 2014, moderierte Brömmling ein Gespräch im Haus der Braunschweigischen Stiftungen mit Marlies Grebe vom Heimat- und Geschichtsverein Holzminden, Hans-Werner Kalkmann vom Kunstverein Bad Salzdetfurth und Heiko Grewe-Ibert vom Niedersächsischen Triathlonverband (im Bild v.l.n.r.). Viele Vereine haben Nachwuchssorgen. Generell sind die Menschen immer seltener bereit, sich langfristig an einen Verein zu binden. Die eingeladenen Vereine sehen sich ganz unterschiedlichen Herausforderungen gegenüber, auch wenn sie die Situation des eigenen Vereins optimistisch schilderten. Die Gründe für den Rückgang des Engagements in Form einer Mitgliedschaft waren schnell genannt: demographischer Wandel, Landflucht, geändertes Freizeitverhalten und Professionalisierung. Ereignisse und Diskurse der vergangenen Jahre hätten die Sensibilisierung von Sporttrainern für gleich vier Themen nach sich gezogen, die manchen Ehrenamtler überfordert. Der prüfende Gedanke an Gender, an Rechtsradikalismus, an Doping/Drogen und an sexuellen Missbrauch müssen im Hinterkopf stets mitlaufen – und zwar immer gleichzeitig. Die Diskussion zeigte auch, welche teils skurrilen Methoden die Bemühung um neue Mitglieder zeitigte: Eine „Schnuppermitgliedschaft“, die sich, falls man nicht rechtzeitig kündigt, selbst verlängert, hielt Brömmling für unlauter. Einig dagegen waren sich alle darin, dass es Netzwerke zu schaffen oder zu verbessern gelte, um Informationen und Tipps auszutauschen, allerdings Netzwerke, die eben auch mit Experten unterschiedlicher Kenntniszweige besetzt seien, warnte Brömmling: „Auch ein Netzwerk von 20 Erbsenzählern kann schnell auf ein Linsengericht hereinfallen, Expertise hin oder her.“
Mitglieder gewinnen und halten: Eine Diskussion
14. März 2014

