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Kurzkritik Schenkel: Tannöd

von broemmling am 3. Februar 2018

Ausgelesen! Tannöd hatte 2007 den 1. Platz beim Deutschen Krimipreis belegt und war auch noch in den Folgejahren Gegenstand des Feuilletons. Irgendwie hatte ich damals keine Lust drauf und dachte, ich hole das jetzt mal nach. Was für eine Enttäuschung (ich sollte mich einfach mehr auf mein Lustgefühl verlassen)! Offenbar sind die Deutschen tatsächlich keine großen Krimischriftsteller, wenn es Tannöd wann auch immer auf den 1. Platz schafft. Ein bisschen Dialekt gemischt mit der brutalen, aber simplen Abschlachtung einer ganzen Hofgemeinschaft, gespickt mit katholischen Gebeten und Heiligenlitaneien, die nur dem unterhaltsam vorkommen mögen, der sie nicht aus der Kindheit kennt: Das ist alles. Der Plot ist mau, die Charaktere schlicht angelegt (nichts gegen einfältige, schlichte Gemüter), ein roter Faden fehlt. Hoffentlich hat Anna Maria Schenkel aufgehört zu schreiben.

Anna Maria Schenkel: Tannöd. Krimi. Nautilus Verlag, Hamburg 2006. 125 Seiten, 12,90 Euro. 978-3-89401-479-7.

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