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Kurzkritik Márquez: „Hundert Jahre Einsamkeit“

von broemmling am 5. September 2017

Ausgelesen! Hundert Jahre Einsamkeit ist Gabriel García Márquez‘ erstes Werk, das ich gelesen habe, und dann solltenes gleich ein so großes werden. Aber für drei Wochen Mexiko war der wohl berühmteste Roman des kolumbianischen Nobelpreisträgers, der die meiste Zeit seines Lebens in Mexiko gelebt hat und hier auch starb, genau die richtige Wahl. Auch persönlich ein passendes Buch, in dem es doch darum geht, wie sich Familiengeschichte immer von neuem wiederholt, ohne nachlassende Energie, wo die Entwicklung nie aufhört aufzuhören. Einsamkeit als zentrales Motiv, gelbe Falter, vergrabene Josefstatuen und nicht zuletzt Schweineschwänze als feine Seitenmotive. Der Roman ist noch viel mehr als ein Sinnbild der Entwicklung Lateinamerikas. Dass der Autor selbst gegen Ende des Romans auftaucht, ist nur eine von hundert wunderbaren kleinen Ideen am Rande. Das Buch macht in jedem Fall Lust auf noch mehr Márquez.

Gabriel García Márquez: Hundert Jahre Einsamkeit. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2002. 468 Seiten, 10 Euro. ISBN 3-462-03200-3.

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